Das Team der Alphalernberatung, von links nach rechts: Dr. Alexis Feldmeier-García (WWU), Lea Krömer (WWU), Dr. Judith Bödderker (AWO/WWU), Monika David (AWO), Carina Bechauf (AWO) und Annegret Lemmel (WWU)

Das Team Alphalernberatung


Monika David, Projektleitung

Studium/beruflicher Werdegang
  • BA-Studium Literaturwissenschaft und Linguistik, anschließendes MA-Studium DaF und Deutschstudien an der Universität Bielefeld: 2004-2010, laufende Promotion im Bereich DaF
  • Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fachbereich DaF der Uni Bielefeld: 2011- 2016
  • Lehrtätigkeit in Integrations- und Flüchtlingskursen: 2009-2016, mit Unterbrechungen
  • seit 2013 selbständige Referentin: Vorbereitung und Durchführung von Workshops zu verschiedenen Themen, u.A. Alphabetisierung DaZ, sprachsensible Beratung an Jobcentern
  • seit Juni 2016 bei der AWO Bielefeld: zunächst Sprachkurskoordination DaZ für Geflüchtete, 2018 Leitung der Sprachschule, zurzeit Projektleitung beim Projekt Alphalernberatung

Ich arbeite an diesem Projekt mit, weil mich von Beginn an die Arbeit mit und für eine/r sehr große/n Zielgruppe (6,2 Millionen gering Literalisierte!), die jedoch kaum sichtbar und schwer zu erreichen ist, gereizt hat. Ich empfinde die Verknüpfung von Lernberatung und Alphabetisierungsarbeit als potenziell sehr nutzbringend, jedoch auch herausfordernd. Außerdem gefällt mir, dass ein großer Schwerpunkt auf der Nachhaltigkeit des Projektes liegt: Auch nach Ablauf der Projektlaufzeit können Materialien wie das Beratungsportfolio heruntergeladen und so von Menschen, die mit dieser Zielgruppe zusammenarbeiten, genutzt werden.

Als Projektleitung gehören zu meinen Aufgaben die Repräsentation des Projektes nach außen hin sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Verbundpartner, der WWU. Ich arbeite außerdem mit dem Mehrgenerationenhaus der AWO in Bielefeld zusammen, die ein Lernangebot für gering literalisierte Frauen und Mütter initiiert haben. Natürlich wirke ich auch an Datenerhebungen und -analysen, Konzeption und Durchführung der Fortbildungen usw. mit.


Dr. Judith Böddeker, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Studium/beruflicher Werdegang
  • Aktuell: Wiss. MA bei der AWO Bielefeld und der Universität Münster im Projekt Alphalernberatung
  • MA an der Universität Essen in der Lehrerbildung
  • MA an der Universität Marburg im Projekt Alphamar II
  • Seit 2013: Dozentin im Bereich DaZ/DaF
  • Promotion zum Einsatz Lernstrategien in Alphabetisierungskursen an der Universität Marburg
  • Studium der Fächer Deutsch als Fremdsprache, Englisch, Spanisch und Didaktik an der Universität Gießen

Meine Motivation im Projekt Alphalernberatung mitzuwirken, ist, dass das Projekt einen großen Praxisbezug hat und die Ergebnisse auch nach Ende der Projektlaufzeit noch sehr gut genutzt werden können – sowohl die Lernberatungsmaterialien als auch die Videos, die als Selbstlernmaterialien einen hohen Nachhaltigkeitswert haben. Außerdem interessiert mich der Ansatz der aufsuchenden Beratung, also Lerner und Lernerinnen außerhalb des Unterricht abzuholen.

Zu meinen Aufgaben zählen die Durchführung von Interview- und Fragebogenstudien, die Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien, das Entwerfen von Schulungskonzepten sowie das Fortbilden von Beratenden.


Carina Bechauf, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Studium/beruflicher Werdegang
  • BA-Studium Erziehungswissenschaften und DaF an der Universität Bielefeld: 2009-2012
  • Arbeit als Sozialpädagogin in der ambulanten Psychiatrie in Gütersloh: März 2013- Juni 2014
  • MA-Studium DaF und Germanistik an der Universität Bielefeld: Oktober 2014- Januar 2018, parallel zum Studium ehrenamtliche Tätigkeit in der DaZ-Förderung (Projekt an der Uni Bielefeld),
  • Seit 2015-2018 Beschäftigungen als freiberufliche Dozentin für DaZ in verschiedenen Kursformen (Flüchtlingskurs, Einstiegskurs, Integrationskurs mit/ohne Alphabetisierung),
  • Seit Februar 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt

Durch meine Tätigkeit als Lehrkraft in einem Integrationskurs mit Alphabetisierung habe ich die Erfahrung gemacht, welche große Rolle der Erwerb der Schriftsprache im Prozess des Sprachenlernens einnimmt. Besonders beeindruckt hat mich dabei, wie sich die Lernenden durch die schrittweise Aneignung von Lese- und Schreibfähigkeiten eine neue Welt erschlossen haben und sich diese Erfahrung positiv auf ihr Selbstbild ausgewirkt hat.

Mir ist es daher ein großes Anliegen, gering literalisierte Personen von Beginn an zu unterstützen, um ihnen eine erweiterte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Außerdem finde ich den Perspektivwechsel spannend: Im Projekt Alphalernberatung nehme ich nicht mehr die Rolle der Lehrkraft ein, sondern kann mich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Ansätzen der Alphabetisierungsarbeit beschäftigen, die nicht das Unterrichten, sondern die Autonomieförderung durch Lernberatung fokussieren.

Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin befasse ich mich mit der Konzepterstellung und -überarbeitung für unser Projekt. Das bedeutet, dass ich mich u.a. mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu geringer Literalität beschäftige und diese für das Projekt nutzbar mache. Dazu gehört auch, eigene Daten, z.B. in Form von Interviews, zu erheben und diese auszuwerten.

Außerdem bin ich in die Planung der Fortbildungen für (Alphalern-)Beratende eingebunden und führe diese mit meinen Kolleginnen durch.